Tausende Hektar Regenwald, vor der Rodung für Palmöl-Plantagen gerettet!

West-Papua nimmt Dutzende Palmölkonzerne unter die Lupe. 14 Firmen wurde die Genehmigung bereits entzogen, 24 werden folgen. Über eine viertel Million Hektar Regenwald werden gerettet. Dies ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von indigenen Graswurzelgruppen mit Behörden und Umweltorganisationen – ein großer Erfolg für den Regenwald und ein Schritt hin zur Anerkennung der Waldrechte der Indigenen.

Die Einheimischen haben mit Unterstützung der Organisationen EcoNusa und Pusaka, einem Partner von Rettet den Regenwald, erreicht, dass die Regierung seit einigen Monaten die Genehmigungen für Ölpalmplantagen unter die Lupe nimmt.

West-Papua ist eine indonesische Provinz auf der Insel Neuguinea. Zu Indonesien gehört eine weitere Provinz namens Papua. Im Osten der Insel liegt der Staat Papua-Neuguinea. 

Nach zahlreichen Protesten der Einwohner, nationalen und internationalen Kampagnen, Nachforschungen und Lobbygesprächen hat die Regierung der Provinz West-Papua schließlich eine umfangreiche Untersuchung eingeleitet. Zur Seite stehen ihr die nationale Antikorruptionsbehörde KPK und zivilgesellschaftliche Organisationen. Überprüft werden die Genehmigungen von 38 Konzernen in West-Papua und Dutzende weitere in der Provinz Papua.

Das Ergebnis: es gibt zahlreiche Unregelmäßigkeiten, zum Beispiel überlappende Genehmigungen von unterschiedlichen Behörden und Beamten. Oft sind Genehmigungen abgelaufen oder fehlen teilweise. Das Zwischenergebnis ist beeindruckend. Den 14  Unternehmen sind die Konzessionen zum Anbau von Ölpalmplantagen entzogen worden. Gegen 24 weitere Palmölunternehmen laufen Verfahren aufgrund anderer Verwaltungs- und Rechtsverstöße.

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