Solar-Strassen, Solar Radwege

Herr Müller-Judex, 56, Ingenieur und Maschinenbauer, der lange Journalist war und drei Firmen gründete, ist ein Visionär. In den vergangenen vier Jahren hat er sich einen Traum verwirklicht: Er hat den ersten Solarweg Deutschlands konstruiert. Einen, der Geld verdient – mit 90 Metern aus 150 Solarmodulen.

Etwa 16.000 Kilowattstunden speist der neue Weg in Deutschland, pro Jahr ins örtliche Stromnetz ein. Das ist in etwa so viel, wie vier vierköpfige Familien in einem Jahr verbrauchen.

Der 200 Quadratmeter große Fliesenteppich absorbiert außerdem Lärm und braucht keinen Winterdienst: Die Solarzellen können Widerstandswärme erzeugen, wenn sie selbst mit Strom versorgt werden. Glatteis kann so verhindert werden. Das kostet etwas Geld, was sich zurückbezahlt, sobald die Sonne scheint.

In den Solarteppich eingebaute Sensoren könnten bei größeren Straßen, Verkehrsströme messen und damit helfen, Ampelschaltungen zu optimieren oder autonome Fahrzeuge vor Eisglätte zu warnen.

Anders als bei vorhandenen Solarstraßen – eine der ersten wurde 2016 in Frankreich eröffnet – klebt man den Teppich aus Solarmodulen einfach auf die vorhandenen Flächen und muss diese nicht auffräsen.

Ganzer Artikel: Erftstadt-bei-koeln-deutschlands-erster-solar-radweg-oeffnet

Quelle: Zeitschrift Spiegel

Foto: www.utopia.de

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