Ein Baum für jedes Tor

Bundesliga-Vereine haben erkannt, dass sie für eine möglichst saubere Umwelt mitverantwortlich sind. Ihr Engagement lohnt sich auch finanziell.

Fußballklubs und -verbände haben erkannt, dass sie mitverantwortlich sind, das Klima zu schützen. Viele Vereine haben mit Photovoltaik angefangen und dann weitere ökologische Projekte gestartet. Sie kompensieren zum Beispiel Emissionen, sorgen für eine gute Anbindung an Bus und Bahn oder vermeiden Plastikabfall im Stadion. Mit ihrem Engagement dienen sie ihren Fans als Vorbild, sagen Experten. Umweltschützer vermissen aber ein vereinsübergreifendes Konzept. Zwei Bundesligavereine aus ­Baden-Württemberg engagieren sich mehr für das Klima als andere Profiklubs. Doch während der eine sich auch medial als Vorbild darstellt, fokussiert sich der andere darauf, die Maßnahmen seinen Anhängern näherzubringen.

Seit Sommer 2019 handelt die TSG 1899 Hoffenheim „konsequent klimaneutral und kompensiert alle nicht vermeidbaren Emissionen. In der Saison 2019/20 habe der Verein 2800 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) ausgeglichen. Dazu hat die TSG in ein Aufforstungsprojekt in Uganda investiert. Für Heimspiele überweist der Bundesligaklub zusätzliche Spenden an das Projekt: Auch die Anreisen der Gastmannschaften und Schiedsrichter werden ausgeglichen. Man geht davon aus, dass deswegen durchschnittlich elf Tonnen CO2 pro Heimspiel ausgestoßen werden.

Allerdings: Sofern es ihnen nicht wegen der Corona-Pandemie verboten ist, verursachen Fußballfans bei ihrer An- und Abreise zu Bundesliga-Spielen bundesweit 7753 Tonnen CO2 – pro Spieltag. Das geht aus einer 2019 veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung CO2OL für den Deutschlandfunk hervor. Um die Emissionen auszugleichen, müssten jede Woche auf einer Fläche von 42 Fußballfeldern Bäume gepflanzt werden.

„Es ist unerlässlich, dass sich der Profifußball für den Umweltschutz engagiert“, sagt Torsten Weber, Professor für Nachhaltigkeitsmanagement an der privaten CBS International Business School in Mainz. Das gelte für Profiklubs mehr als für andere Vereine, weil sie mehr Geld investieren könnten. „Sportvereine haben eine Vorbildfunktion für die Fans.“

In Hoffenheim können die Fans „Klima-Tickets“ kaufen. Für je einen Euro können sie Baumsetzlinge spenden, die Kleinbauern in Uganda einpflanzen. Die Spende wird auf den Kartenpreis aufgeschlagen. Wer mit dem Auto kommt, parkt unter einer Photovoltaik-Anlage, die zwei Drittel des Strombedarfs der Arena erzeugt. Viele Besucher dürften auch bemerkt haben, dass im Stadion weniger Müll anfällt: Seit 2020 gibt es Mehrwegbecher. Für jeden nicht zurückgegebenen Becher spendet der Verein 50 Cent an ein Meeresschutz-Projekt.

Quelle: www.hz.de/sport/sport-ueberregional/ein-baum-fuer-jedes-tor-54899657.html

Foto: www.dfb.de

Modelversuch: Zug fährt mit Brennstoffzellen

Komplett dieselfrei und als mögliche Alternative zur Elektrifizierung

Dieselantrieb ist umweltschädlich und von gestern, Elektrifizierung nicht auf allen Bahnstrecken möglich oder rentabel. Eine alternative Zukunftstechnologie könnten Züge, mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen sein.

Quelle: https://www.zak.de/Nachrichten/Mit-Wasserstoff-durchs-Killertal-Die-Probe-aufs-Exempel-144717.html