Auf Minensuche mit trainierten Sprengstoff-Ratten

In Asien und Afrika spüren intelligente Nager Minen auf. Sie werden in Belgien eigens für den Einsatz gezüchtet. Anders als etwa Hunde kommen sie meist mit dem Leben davon, wenn sie eine Mine finden.

Ratten können viele Leben retten: Unter diesem Motto züchtet und trainiert die belgische Organisation Apopo seit 15 Jahren Ratten für den Einsatz in Katastrophengebieten.

Die Nagetiere erschnüffeln Landminen und helfen dabei, das Land wieder für die Bevölkerung nutzbar zu machen.

„Die Menschen in kontaminierten Gebieten leben in ständiger Furcht um Leben und Gliedmaßen“, sagt Bina Emanvel, Sprecherin von Apopo, anlässlich des Welttags gegen Landminen.

Besonders in ehemaligen Kriegsgebieten Afrikas und Asiens bildeten die Landminen eine kaum überwindbare Barriere für Entwicklung und wirtschaftliches Wachstum. Mancherorts sei der Zugang zu Wasser und Feldern abgeschnitten.

Die meisten Opfer sind Zivilisten

Laut den Vereinten Nationen sterben jedes Jahr 15.000 Menschen an Landminen. Bei 80 Prozent der Opfer handelt es sich um Zivilisten. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kritisierte wiederholt, dass Minen und explosive Kriegsrelikte nicht nur Leben zerstören, sondern auch die Entwicklung in den betroffenen Gebieten behindern.

Seit März 1999 ist die Ottawa-Konvention zum Verbot von Landminen in Kraft. Rund 41 Millionen gelagerte Minen wurden seitdem vernichtet, die Produktion und der Handel gestoppt. Bis heute haben den Vertrag 161 Staaten ratifiziert.

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