Urban Farming

Wenn in einer Stadt viele Menschen ihre eigene Nahrung anbauen, hat das auch Vorteile für die Umwelt: Die vielen Pflanzen können helfen, die Artenvielfalt etwa von Insekten zu erhalten. Außerdem binden die vielen Grünflächen in der Stadt mehr CO2 und sorgen so auch für bessere Luft.

Hinter Urban Farming steckt jedoch nicht nur grüner Sonnenschein:

  • Pflege und Verantwortlichkeit:Urbanes Gärtnern verlangt Pflege und Verantwortliche. Mit einfachem Guerilla Gardening ist es leider nicht getan.
  • Missbrauch des Konzeptes: Mit dem Aufkommen von Schweinehochhäusern oder dergleichen merkst du schon, dass solch ein Konzept auch nach hinten los gehen kann und anstatt Mensch und Tier zu helfen zu noch mehr Elend führen kann. Allerdings könnte diese Art von Nutzung durch gesetzliche Regelungen ausgehebelt werden.
  • Technische Lösung für ein soziales Problem: Insbesondere Indoor Farming beherbergt die Gefahr, dass es als eine einfache Lösung angesehen werden könnte, um die Ernährungssicherheit in Städten zu gewährleisten. Das könnte von tierferliegenden strukturellen Problemen wie den herrschenden Machtverhältnissen ablenken.

Positivbeispiele für Urban Farming

Seit 2009 gibt es in Berlin die Prinzessinnengärten. Durch die Initiative bekam die Gemeinschaftsgärten-Bewegung viel Aufmerksamkeit und hat dadurch eventuell sogar den Durchbruch in Deutschland geschafft. Auf den ehemaligen Brachflächen am Moritzplatz in Berlin Kreuzberg findest du die Urban Farm. Das Prinzip: Gärtnern für Alle.

Ein weiteres inspirierendes Beispiel ist die essbare Stadt Andernach. Die Stadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Freiflächen mit Nutzpflanzen zu bepflanzen. Pflücken erlaubt, statt Betreten verboten, lautet die Devise.

In Großbritannien hat sich gleich ein ganzes Netzwerk von AktivistInnen gegründet. Das Incredible Edible Network unterstützt unter anderem Gruppen und Gemeinden beim Herausbilden ihrer Urban Farming Konzepte und Projekte.

Das allerbeste Beispiel für Urban Farming findest du in Kuba. In Havanna versorgen sich die BewohnerInnen größtenteils selbst – und das auch noch staatlich geregelt.

Öffne Internetseite: utopia.de/ratgeber/urban-farming-vor-und-nachteile-von-landwirtschaft-in-der-stadt

Fotoquelle: www.urban.de

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