Leder aus der Ananas. Sieht so die nachhaltige Zukunft von Leder aus?

Ein Großteil der in den USA und Europa produzierten und verkauften Lederprodukte stammt von Kuh- und Kalbshäuten. Leder wird jedoch auch aus den Häuten von Pferden, Schafen, Lämmern, Ziegen und Schweinen hergestellt. Die globale Lederindustrie schlachtet jährlich über eine Milliarde Tiere und verarbeitet ihre Häute zu Kleidung, Modeartikeln, Möbeln und Accessoires.

Bei der Ledergerbung werden außerdem meist Chemikalien wie das Umweltgift Chrom eingesetzt. Dies sickert an billigen Produktionsstandorten in Flüsse und Seen. Falsch verarbeitet gilt Chrom als krebserregend.

Das sind alles gute Gründe, um ganz auf Leder-Produkte zu verzichten. Auf der Suche nach einem nachhaltigeren Ersatz-Material gibt es bereits einige durchaus kreative Ansätze.

Die spanische Designerin Carmen Hijosa wurde auf der Suche nach einem ähnlich stabilen, aber günstigeren und nachhaltigeren Material auf den Philippinen fündig. Aus den Fasern von Ananasblättern fertigt sie nun Taschen, Schuhe und Hüte. Mit der ökologischen Alternative zum klassischen Tierleder ließen sich sogar die Innenräume von Autos auskleiden, wie Hijosa den Kollegen vom „Guardian“ erklärt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Translate »