Mütter gegen den Terror

Wie kann man Jugendliche davon abhalten, in den Dschihad zu ziehen?

Die Wiener Soziologin Edit Schlaffer reiste 2012 in die Stadt Chudschand, um im Rahmen eines Workshops mit Frauen über die Situation in ihrer Heimat zu sprechen.

Der Wahhabismus, eine radikale Strömung des Islam, hatte indem zentralasiatischen Land rasanten Zulauf bekommen. Bewusst rekutierten die Extremisten Jugendliche für ihren Kampf gegen “Ungläubige”. Ihre Mütter fühlten sich machtlos. Keine wusste, wie Sie ihre Kinder davor bewahren sollte, im schlimmsten Fall zu Selbstmordattentätern zu werden oder zum Dschihad nach Syrien oder in den Irak auszureisen.

In dem Workshop diskutierte ein Psychiologe mit den Müttern darüber, welche Ängste und Nöte Jugendliche haben – und wie Islamische Rekutierer sie geschickt nutzen, um sie an die Ideologie zu binden.

Frau Edit Schlaffer gründete die baut Mütterschulen. Trainer/innen bilden weltweit Mütter aus, damit Sie sich in ihren Familien aktiv gegen den Terror einsetzen. Rund ein Jahr lang lernen die Mütter in Gruppen von 15 bis 25 Frauen, ihre Rolle besser zu verstehen und die Beziehung zu ihren Kindern zu stärken. Es geht um Selbstbewusstsein, Pubertät, die Rolle der Väter. Die Frauen lernen warum es verdächtig sein kann, wenn Kinder auf einmal fromm und abwesend sind und bekommen aufgetragen Zuhause über ihre Ängste zu sprechen.

3000 Frauen haben die Workshops bislang durchlaufen – in 15 Ländern, von Indonesien bis Deutschland. Immer wieder erzählen diese Frauen, wie Sie gestärkt durch ihr neues Wissen, ihr Kind davon abhalten konnten, sich an Kämpfen zu beteiligen.

Öffne Internetseite: Women-without-borders.org

Öffne Internetseite: Frauen-ohne-Grenzen

Quelle: Zeitschrift Brigitte

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