Island: Gefängnis ohne Gitter

Keine Betonmauer, kein Zaun sichert die Strafvollzugsanstalt Kviabryggja im Westen Islands mit 200 Häftlingsplätzen. Die Insassen dürfen sich frei bewegen, haben Schlüssel zu ihren Zellen, Mobiltelefone und Internetzugang.

Das Gefängnis soll in erster Linie ein Ort der Resozialisierung sein. Die Häftlinge müssen an einem Arbeits- oder Studienprogramm teilnehmen. Isländische Straftäter dürfen erst nach guter Führung von einem geschlossenen Gefängnis, nach Kviabryggja wechseln.

Den letzten Teil der Haft verbringen viele mit einer Fußfessel zu Hause. Die Statistik spricht für das liberale System: Die Rückfallrate beträgt 27 Prozent. In Westeuropa liegt die Rückfallquote bei 40 Prozent.

Quelle: Zeitschrift Geo, Die Welt mit anderen Augen sehen

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